Jahreshauptversammlung abgehalten

VFN Jahreshauptversammlung

Rechtzeitig vor Jahresende gelang es dem Vorstand des „Vereins zur Förderung der Notfallversorgung“ (kurz VFN) seine diesjährige Jahreshauptversammlung im Restaurant Mylos in Sittensen durchzuführen. Corona bedingt konnte dieses Treffen erst jetzt stattfinden.

Nach Eröffnung der Veranstaltung durch den 1. Vorsitzenden Berthold Fedtke, berichtete die Kassenwartin Frau Maike William, dass die Anschaffung weiterer Schulungsmaterialien für die Durchführung von Kursen zur Ausbildung von Laienhelfern in der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) erfolgte. Dieses ist nur durch das Engagement diverser Spender möglich gewesen und versetzt den Verein in die Lage, die Schulungen noch anschaulicher und interessanter gestaltet zu können. Dazu gehörte auch die Anschaffung von weiteren modernen Übungspuppen.

Dem Bericht des Kassenprüfers folgte die Entlastung des Vorstandes. Dr. Heiko William stellte den Anwesenden eine Übersicht über die durchgeführten HLW Schulungen vor. Durchschnittlich wurden in den letzten Jahren zwischen 200 und 300 Laienhelfer*innen in der Herz-Lungen-Wiederbelebung ausgebildet. Dazu gehörte auch immer die Einführung in die Nutzung des Automatischen Externen Defibrillators, kurz Defi genannt. Im Jahre 2019 waren es 244 Personen, die geschult wurden und in den ersten sieben Wochen des Jahres 2020 nahmen bereits 158 Personen an einer Unterweisung teil, bis in Folge der Coronabeschränkungen eine Zwangspause eingelegt werden musste. Inzwischen wurden die Richtlinien zur Herz-Lungen-Wiederbelebung vom „Deutschen Rat für Wiederbelebung“ (GRC) der derzeitigen Situation angepasst. Damit ist gewährleistet, dass die Ansteckungsgefahr für Ersthelfer wesentlich vermindert wird.

Auch der Verein hat sich dieser Situation angepasst und ist in der Lage aufgrund seines Übungsmaterials Gruppen, unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen, in größeren Räumen mit dem notwendigen Abstand zu schulen.

Seit dem letzten Jahr engagiert sich auch der VFN im Auftrag des Landkreises für die Implementierung der Mobilen Retter im Landkreis Rotenburg. Hierüber wurde bereits früher in der Zevener Zeitung berichtet. Der 2. Vorsitzende Oliver Klindworth, stellt den Anwesenden das Projekt noch einmal vor und berichtet, dass bereits eine Gruppe medizinisch vorgebildeter Interessenten als Mobile Retter vom VFN geschult wurden. Wenn das System im Landkreis startet, werden diese per App auf ihrem Smartphone von der Rettungsleitstelle parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Sie ersetzen den Rettundsdienst keinesfalls, sondern unterstützen diesen, da sie aufgrund der örtlichen Nähe schneller am Einsatzort sein können und hier bereits lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten.

Herr Dr. William, der zum Beirat des VFN gehört, ergänzt die Ausführungen von Herrn Klindworth und weist auf die enorme Wichtigkeit dieses Systems hin. Seinen besonderen Dank richtet er dabei an den Initiator dieses Projektes, Herrn Hans Joachim Jaap und den Landkreis Rotenburg. Wie in vielen anderen Fällen, geht auch hier die Verzögerung des Starts zu Lasten der Coronasituation.

Ein Höhepunkt der Vereinsaktivitäten im vergangenen Jahr, so Klindworth, war eine Veranstaltung im Rahmen der Herzwoche 2019, die erstmalig in Heeslingen veranstaltet wurde. Viele interessierte Besucher folgten den spannenden und informativen Vorträgen der ortsansässigen Ärzte. Für das Jahr 2020 hatte der VFN seine Teilnahme bei einigen Veranstaltungen zugesagt, die leider alle der Corona Pandemie zum Opfer fielen, so auch der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Sittensen.

Dr. William weist daraufhin, dass die Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland bereits im Jahr 2014 die Implementierung des Wiederbelebungsunterrichtes in Schulen bundesweit empfohlen hat. Gemäß Beschluss sollen Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse jährlich im Umfang von zwei Unterrichtsstunden in den lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen unterrichtet werden. Die Umsetzung dieses Projektes liegt dem VFN ebenfalls sehr am Herzen.

Der anwesende Samtgemeindebürgermeister Jörn Keller greift diesen Gedanken in seinen Grußworten sofort auf, und sagt zu, nach Covid 19 Möglichkeiten zu suchen um entsprechend zu agieren. Eine finanzielle Unterstützung seitens der Samtgemeinde als Schulträger der Ostetalschule KGS Sittensen könne er sich dazu durchaus vorstellen.

Kreisbrandmeister Peter Dettmer aus Zeven äußert in seinem Grußwort den Wunsch in diesem Sinne auch die Mitglieder der Kreisfeuerwehrjugend zu schulen.

Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Sittensen, Jürgen Stache, bedauerte besonders die Absage des Tages der offenen Tür seiner Feuerwehr. Er hob die eher stille aber sehr gute Zusammenarbeit von VFN und Feuerwehr hervor.

Die besten Wünsche im Namen seiner Kollegen und einen großen Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit überbrachte der Leiter der Polizeistation Sittensen, Polizeihauptkommissar Torben Stemmann.

Mit einem abschließenden Dank und Rosen für die Vorstandsdamen schloss der 1. Vorsitzende Berthold Fedtke die Versammlung.