Aktuelles


Jahreshauptversammlung

2024

 

Am 10.04.2024 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des VFN im Heimathaus in Sittensen statt.

Der Vorsitzende Berthold Fedtke konnte eine überschaubare Anzahl Mitglieder und Gäste sowie den Vorstand des Vereins begrüßen.1-2024

In seiner Einführungsrede dankte er allen Spendern für Ihre Zuwendungen, ohne die der Verein nicht existieren    könnte. Weiterhin richtete sich sein Dank an die 115 Mitglieder des Vereins, die den Verein durch ihre Mitgliedschaft   ebenfalls unterstützen. Der Dank geht weiterhin an die 2-2024Vorstandsmitglieder Renate Wichern,   Oliver Klindworth, Maike und Dr. Heiko William, die aktiv in die HLW Schulungen involviert sind.   Auch die Veranstaltungen des vergangenen Jahres fanden in seiner Begrüßung

lobende Erwähnung.

 

Kassenwartin Maike William erläuterte die Kassenlage des Vereins, die sich Dank3-2024 eiiger Spender und der Mitgliedsbeiträge positiv darstellt. Für Frau Petra Miesner wurde nach zwei Jahren, für das neue Geschäftsjahr eine neue/ ein neuer Kassenprüfer gewählt. Herr Baumgart bleib ein weiteres Jahr im Amt. Die Versammlung wählte einstimmig Herrn Piet van Zeijl zum neuen Kassenprüfer.

 

Dr. William berichtete über die durchgeführten HLW Kurse des vergangenen Jahres. Dabei gab er4-2024 einen interessanten Rückblick über die vergangenen Jahrzehnte. In der Zeit von 1991 bis zum Jahr 2023 kann der Verein auf gut 7.700 geschulte Personen zurückschauen. Hinzu kommen 182 geschulte Mobile Retter sowie das Leuchtturmprojekt des letzten Jahres mit der Schulung der Lehrer und des achten Jahrganges der KGS in Sittensen im Dezember 2023.
Ein großes Lob und der Dank gingen dabei noch einmal an den Schulleiter, Herrn Sven Evers, die Schulsanitäter mit ihrer Koordinatorin und das gesamte Kollegium. Dabei liess Dr. William nicht unerwähnt, dass seit vielen Jahren ein Beschluss der Kultusministerien vorliegt, der für alle 7. Jahrgangsstufen zwei Stunden Herz-Lungen-Wiederbelebungsunterricht jährlich vorsieht. Leider wurde dieser Beschluss bis jetzt nur in wenigen Schulen in Deutschland umgesetzt. Eine im letzten Jahr gestartete bundesweite Petition zur verpflichtenden Einführung des HLW-Unterrichtes an allen Schulen war zwar erfolgreich, wurde aber nicht umgesetzt sondern an die Länder zurückverwiesen, da Schulangelegenheiten Ländersache sind.

 

5-2024Der zweite Vorsitzende Oliver Klindworth hob in seinem Bericht noch einmal den Erfolg der Mobilen Retter im Landkreis, die im Jahre 2022 endlich mit Ihren Einsätzen starten konnten, besonders hervor. Durch den Einsatz der Mobilen Retter konnten bereits nachweislich Menschenleben in unserem Landkreis gerettet werden. Vor allem dankte Herr Klindworth dem anwesenden Kreisbrandmeister Peter Dettmer und damit den Feuerwehren des Landkreises, die die größte Zahl an Mobilen Rettern stellen. Ohne die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden wäre das Projekt zahlenmäßig nicht so gut aufgestellt. Weiterhin ging sein Dank an den Landkreis, der es finanziell möglich gemacht hat, das System im Landkreis Rotenburg zu installieren und an die Ausbilder verschiedener Institutionen, die sich an den Trainingsterminen für die Mobilen Retter aktiv beteiligen. 

Trainingstermine sind zu finden über die Homepage der Mobilen Retter:mobile-retter/landkreis-rotenburg-wuemme

Dabei hob Herr Klindworth in seinen Ausführungen vor allem den Einsatz der Koordinatorin des Projektes, die dankenswerterweise vom Landkreis gestellt wird und die sich aktiv für die Mobilen Retter einsetzt, besonders hervor. Ohne das Engagement von Frau Raphaela Vink wäre das System nicht so nachhaltig. Sie ist die Seele der Mobilen Retter im LK ROW.
Weiterhin ging Herr Klindworth auf den erfolgreichen Tag der offenen Tür der FW in Zeven ein. Hier hat der VFN die Feuerwehr mit der Installation eines 24/7 zugänglichen Defis unterstützt und war mit einem Stand anwesend, der von den Besuchern intensiv in Beschlag genommen wurde.
Auch der „10.000 Leben Retten Truck“, den der Verein im März dieses Jahres nach Sittensen holen konnte, fand in Oliver Klindworths Ausführungen intensive Erwähnung. Hier haben sich neben den Erwachsenen vor allem auch viele Kinder sehr interessiert gezeigt und sich gerne der „U-Bahn-HLW-Schulung“ hingegeben.


Es folgten wohlwollende Grußworte der anwesenden Gäste: der Bürgermeister der Gemeinde 6-2024Sittensen, Herr Diedrich Höyns dankt dem Verein für seinen Einsatz und verweist u.a. auf die Anwesenheit des Vereins zur 1000 Jahr Feier im Zuge der Rettungsmeile im kommenden August in Sittensen. Der stellvertretende 7-2024Samtgemeindebürgermeister Stefan Miesner gab in seinen Grußworten seinem Wunsch Nachdruck, dass Lehrer und Schüler auch weiterhin in der HLW unterwiesen werden. Der Kreisbrandmeister Peter Dettmer erwähnte in seinen Grußworten den 8-2024Einsatz des Vereins im Rahmen der Eröffnungsfeier mit dem Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Zeven und dankte noch einmal für die Übergabe des Defis. Außerdem versprach er, weiterhin intensive Werbung bei den Feuerwehrkameradinnnen und -kameraden für die Mobilen Retter auf Landkreisebene zu machen und sich diesbezüglich besonders 9-2024einzusetzen. Der Vertreter der Polizeistation Sittensen, Herr Torben Stemmann, überbrachte Grüße der Autobahnpolizei und seiner eigenen Dienststelle sowie der Feuerwehr Sittensen. Er dankte dem Verein ebenfalls für den ehrenamtlichen Einsatz und die durchgeführten HLW Kurse. Dabei sieht er die TN an der JHV als Wertschätzung für die Arbeit des Vorstandes und berichtet eindrucksvoll über seine persönliche Teilnahme mit Familie, im 10.000 Leben Retten Truck im März in Sittensen, die ihn sehr beeindruckt hat. 


Erste-Hilfe-Training in zehn Minuten

 

Es kann jederzeit und überall passieren: Jemand bricht zusammen und reagiert auf nichts mehr. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es um einen akuten Herzstillstand geht. Schnelles Handeln ist gefragt. Doch die Angst, etwas falsch zu machen oder die betroffene Person noch mehr zu schädigen, ist oftmals groß, vor allem, wenn man unter Druck steht. Schlimmstenfalls wird auf Erste-Hilfe-Maßnahmen verzichtet. Dabei zählt jede Sekunde, sofortiges Helfen ist erforderlich, bis der Notarzt eintrifft.  30385-4-erstehilfe-04-bildgroesse-aendern

Prüfen, rufen, drücken: So lautet die Parole. Um für mehr Sicherheit und Routine beim Thema Erste Hilfe bei Herzstillstand zu sorgen und so die Ersthelferquote in Deutschland zu erhöhen, hat das Unternehmen "ratiopharm" 2021 gemeinsam mit den Johannitern die Initiative „#10000LebenRetten – Du brauchst kein Held sein, um einer zu werden" ins Leben gerufen.

Seitdem tourt ein Erste-Hilfe-Trainings-Truck quer durch Deutschland und vermittelt das ernste Thema Wiederbelebung nach einem Herzstillstand praxisnah. Gestern hat der Truck in Sittensen Station gemacht: beim verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Sittenser Frühjahrsmarktes. Ermöglicht und finanziert hat das der Verein zur Förderung der Notfallversorgung Sittensen-Zeven-Tarmstedt (VFN), der sich seit 1988 für die Schulung von Laienhelfern in der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) einsetzt.

"Seit einigen Jahren versuchen wir schon, diese Aktion des Erste-Hilfe-Trainings nach Sittensen zu holen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen", lassen Dr. Heiko William und Ehefrau Maike vom VFN wissen, die mit weiteren freiwilligen Helfenden Herz-Lungen-Wiederbelebungskurse durchführen. Dank eines guten Spendenaufkommens konnte der Erste-Hilfe-Truck nun verpflichtet werden.

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Ziel ist es, die einfachen Handgriffe einer Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Interessierten zu trainieren. Und das in nur zehn Minuten. Im Inneren des Erste-Hilfe-Trainings-Trucks begaben sich die Teilnehmenden auf eine U-Bahnfahrt, in deren Verlauf es zu einer Notfallsituation kommt. Eine bewusstlose Person liegt am Boden. 

Der Fahrer der U-Bahn kommt als digitaler Avatar daher und gibt detaillierte Anweisungen, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuwenden sind. Auch ein Defibrillator (AED) kommt zum Einsatz. Die Szenerie ist angelehnt an das Modell der Escape-Rooms - unter Einsatz moderner Elemente wie Video, Licht und Ton. Spielerisch können die Mitmachenden ihre Kenntnisse verbessern und auffrischen. Der spielerische Ansatz macht denn auch das Training zu einem besonderen Erlebnis und sorgt dafür, dass sich das Erlernte besser einprägt.

Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters fiel durchweg positiv aus: "So lernt man gerne dazu, war eine coole Erfahrung", resümierte eine Mitwirkende begeistert." Zur Freude aller Beteiligten haben sich mehr als 250 Personen, darunter viele Jugendliche und Kinder, schulen lassen.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand allein in Deutschland könnten jährlich 10.000 Leben gerettet werden, wenn mehr Menschen die einfachen Handgriffe einer Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Anwendung eines Defibrillators beherrschen würden. Dort setzt die Initiative „#10000LebenRetten" an und richtet sich mit einer klaren Botschaft an alle potenziellen Ersthelfenden:

Du brauchst kein Held sein, um einer zu werden." (hm)

 

18.03.2024

Bericht und Bilder von Heidrun Meyer


Bilder von der Veranstaltung


ZZ 19.03.2024
ZZ 19.03.2024
 
 
 
 
 
 
 
VFN Sittensen – Verein zur Förderung der Notfallversorgung Sittensen – Zeven – Tarmstedt e. V. 0